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Der Kosmische Christus
"Wenn wir die Worte des Großen Kabirs Jesus genau analysieren, sehen wir in ihnen die Parabel von Chaldäa und Ägypten, die Mathematik eines Pythagoras und die Moral des Buddhismus"
Samael Aun Weor (H.T.K. - es gibt sie!)
Der Begriff „Christus“ ist uns allen unglaublich vertraut. Weltweit wird er verwendet, eine Vielzahl an Institutionen „glauben“ an ihn, andere verwerfen ihn als Fabelwesen oder als eine unwirkliche Glaubensform, die rationell nicht erfassbar ist. Und doch scheint es so, als ob niemand so wirklich wüsste, WAS Christus oder die Kraft die Christus genannt wird, wirklich ist.
Im Zuge des Verfalls der Weisheitslehren hat die Mehrheit der Menschen heutzutage die Auffassung, dass das Christusprinzip sich nur auf die menschliche Person Jesus von Nazaret bezieht.
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Die Folge dieses Missverstehens ist also ein Glaube an einen rein äusseren personifizierten Christus in der Gestalt von Jesus als den Menschensohn, und durch den fortlaufenden Prozess der Kanonisierung der Evangelien gerieten solch brisante Erklärungen über den Inneren Christus eines jeden einzelnen, wie wir sie in den sogenannten Apokryphen, also verbotenen Schriften eines Thomas oder Phillipus finden können, weitgehend in Vergessenheit.
Dies führte unter anderem dazu, dass die Mehrheit der Menschen begann Gott äusserlich zu suchen und nicht mehr akzeptieren, dass sie selbst einen Tempel der Göttlichkeit darstellen. |
Und das, obwohl wir sogar noch im kanonischen Evangelium nach Lukas geschrieben finden:
„Und als er von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes? Antwortete er bei ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte, auch wird man nicht sagen: Siehe hier! Oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist innerhalb von euch.“ – Luk 17,20-21.
Nachfolgende Erklärungen von Samael Aun Weor sollen dazu dienen, ewas Licht in die Dunkelheit des Begriffs CHRISTUS zu bringen:
„Der ehrenwerte Gott Khristus (Christus) stammt aus archaischen Kulten, die dem Feuergott geweiht waren. Die Buchstaben P (Pyro) und X (Kreuz) bedeuten die Hieroglyphe zur Erzeugung des heiligen Feuers.
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Christus wurde in den Mysterien eines Mithras, Apollo, einer Aphrodite, eines Jupiter, Janus, in den vestalischen Mysterien, in den Mysterien eines Bacchus, einer Astarte, einer Demeter, eines Quetzalcoatl usw. angebetet.
Niemals fehlte in irgendeiner der Religionen das Christus-Prinzip. Alle Religionen sind Eins. Die Religion gehört zum Leben wie Feuchtigkeit zum Wasser. Die Grosse Universale Kosmische Religion zeigt sich in tausenderlei verschiedenen religiösen Formen. In allen Religionsformen identifizieren sich die Priester mit den gleichen Grundprinzipien der Grossen Universalen Kosmischen Religion. |
Es gibt keinen grundlegenden Unterschied zwischen einem mohammedanischen und einem jüdischen Priester oder zwischen einem heidnischen und einem geweihten christlichen Priester. Die Religion ist Eins, einzigartig und absolut universal. Die Zeremonien der japanischen Schinto-Priester oder der mongolischen Lamas ähneln den Zeremonien der Zauberer und Medizinmänner Afrikas und Ozeaniens.
Wenn eine religiöse Form degeneriert, verschwindet sie und an ihre Stelle tritt eine vom Universalen Leben neu geschaffene Religionsform.
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Der echte, ursprüngliche gnostische Christianismus stammt aus dem Paganismus. Bereits vor dem Heidentum wurde in allen Kulten der kosmische Christus verehrt. In Ägypten war Christus Osiris und wer diesen Osiris in sich inkarnierte, war ein Osirifizierter. In allen Epochen gab es Meister, die das unendliche, universale Christusprinzip in sich verwirklichten. In Ägypten war Hermes der Christus (Anm. d. Übers: bezieht sich auf Hermes Trismegistos, dem legendären Überbringer der “Tabulae Smaragdine”). In Mexiko war es Quetzalcoatl, im Heiligen Indien ist Krischna der Christus. Im Heiligen Land war es der grosse Gnostiker Jesus, der in Ägypten erzogen worden war und die Glückseligkeit der Verwirklichung des Universalen Christusprinzips in sich erreichte. Durch die Soheit des Feuers und des Kreuzes wurde er so zum
Khristus getauft. |
Der Nazarener Jesus - Iesus - Zeus stellt den modernen Menschen dar, der das Universale Christusprinzip in sich völlig inkarniert. Vor ihm gab es bereits zahlreiche Meister, die dieses Christusprinzip des Feuers in sich verwirklichten.
Der Rabbi aus Galiläa ist ein Gott, da er den kosmischen Christus in sich inkarnierte. Hermes, Quetzalcoatl, Krischna u.a.m. sind ebenfalls Götter, die dieses Christusprinzip in sich verwirklichten.
Wir müssen zu den Göttern beten, die ihren Jüngern helfen. “Bittet und es wird euch gegeben, klopfet an und es wird euch aufgemacht” (Mat. 7, 7-11).
Das Christusprinzip ist immer das gleiche. Die Meister, die dieses Prinzip inkarnieren, sind lebende Buddhas. Bei Letzteren gibt es immer Hierarchien. Der Buddha Jesus ist der höchste Eingeweihte der Universalen Weissen Bruderschaft. |
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Wenn eine Religionsform ihre Aufgabe erfüllt hat, löst sie sich auf. Jesus, der Christus, war der Initiator einer neuen Ära. Jesus war eine religiöse Notwendigkeit der seinerzeitigen Epoche. Die heidnische Priesterkaste war gegen Ende des römischen Imperiums tief gesunken und in Misskredit geraten. Die Menge achtete die Priester nicht mehr. Die Künstler spotteten in ihren Komödien über die Göttlichen Rituale und gaben den Göttern des Olymp und des Avernus verächtliche Spitznamen. Gott Bacchus wurde durch ein betrunkenes Weib imitiert und oft wurde er auch als dickbauchiger Trunkenbold gezeigt, der auf einem Esel reitet. Die wunderbare Göttin Venus wurde als Ehebrecherin auf der Suche nach orgiastischen Vergnügungen dargestellt,
gefolgt von den Nymphen, die ihrerseits angesichts der Götter Pan und Bacchus von den Satyrn verfolgt wurden.
In jener Zeit der religiösen Degeneration achteten die Völker Griechenlands und Roms nicht einmal mehr Mars, den Kriegsgott. Er wurde sarkastisch dargestellt, wie er durch das unsichtbare Netz des Vulkangottes gefangen wurde, als er mit dessen Gattin, der wunderschönen Venus, Ehebruch beging. Die Art und Weise, in der sie den gehörnten Gott verspotteten, der Sarkasmus und die Ironie zeigen nur zu deutlich, wie dekadent das Heidentum war.
Sogar Jupiter, der olympische Zeus und Vater der Götter, wurde von der Profanierung nicht ausgenommen: In vielen Spottgedichten wurde besungen, dass er sehr damit beschäftigt war, Göttinnen, Nymphen und Sterbliche zu verführen. Priapos wurde zum Schrecken aller Ehemänner und der hehre Olymp, die Heimat der Götter, wurde zum zügellosen Bacchanal. |
Der furchtbare Avernus (die Hölle) mit ihrem Herrscher Pluto, Quelle der Schrecken während unzähliger Jahrhunderte, jagte niemandem mehr Angst ein und wurde durch Intrigen aller Art, durch Sarkasmus und Witze verspottet, über die das ganze Volk lachte. Bannflüche, Exkommunikation durch die Priester, den Pontifex usw. nützten nichts, die Menschen respektierten überhaupt nichts mehr. Diese Religion hatte ihre Mission erfüllt und ihr Untergang war unvermeidlich. Der grösste Teil der Priester und Priesterinnen
degenerierte, wurde zu Prostituierten in den ohnehin bereits verkommenen
Tempeln der Vesta, der Venus und des Apollo.
Viele heidnische Priester wurden in jener Zeit zu Vagabunden, Komödianten, Marionettenspielern, Bettlern. Die Menschen verspotteten sie und verjagten sie mit Steinen. So endete die heidnische Religionsform im Alten Rom. Sie hatte ihre Mission erfüllt und ihr blieb nur noch der Untergang.
Die Welt benötigte etwas Neues. Die Universale Religion musste sich in einer neuen Form manifestieren. Jesus war der Initiator dieser neuen Ära. Jesus, der Christus, war der göttliche Held des Neuen Zeitalters. |
Das Konzil von Nicäa im Jahre 325 schuf keinen neuen Helden, wie die Ignoranten des Materialismus glauben. Beim Konzil von Nicäa wurden offiziell ein Mann und eine Lehre anerkannt. Bei der Lehre handelte es sich um das Urchristentum, das heute durch die Sekte der römisch-katholischen Kirche verfälscht vertreten wird. Bei dem Mann handelte es sich um Jesus. Viele Männer erklärten damals, die Avatare des Neuen Zeitalters zu sein, aber keiner von ihnen, mit Ausnahme Jesu, lehrte die Doktrin des neuen Zeitalters. Die Tatsachen sprechen für sich und Jesus lebte seine Worte. Deshalb
wurde er auch als Wegbereiter der neuen Zeit anerkannt.
Die Doktrin Jesu ist der christische Esoterismus, die Sonnenreligion aller Zeitalter und Jahrhunderte.
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Der von Jesus gelehrte Gnostizismus ist die Religion der Sonne, das uranfängliche Christentum der Götter der Morgenröte.
Das Konzil von Nicäa gab einer neuen Religionsform, die während einer langen Zeit schärfstens verfolgt wurde und unsagbares Martyrium zu erleiden hatte, eine legale Grundlage. Denken wir nur daran, dass zu Zeiten Neros die Christen im Zirkus von Rom in der Arena den Löwen zum Frasse vorgeworfen wurden!
Denken wir auch an die Katakomben und die Leiden der Gnostiker jener Zeit. Es war mehr als gerechtfertigt, dass das Konzil von Nicäa eine solare Lehre und einen Mann auch offiziell anerkannte, der den Kosmischen Christus inkarnierte.
Wir erklären aber auch, dass die heiligen Götter der Religionen Ägyptens, Griechenlands, Roms, der Iberischen Halbinsel, Skandinaviens, Galliens, Germaniens, Assyriens, der Aramäer, der Babylonier, Perser usw. nicht gestorben sind. Diese Götter erfüllten ihre Mission und zogen sich dann zurück - das ist alles. In einem künftigen Maha Manvantara (einem grossen kosmischen Tag, Anm.) werden diese hehren Götter und ihre göttlichen Lehren zur richtigen Zeit wiederkehren, um sich erneut zu manifestieren.
Sobald eine religiöse Form verschwindet, überträgt sie ihre universalen ökumenischen Grundlagen auf die ihr folgende Religionsform, so will es das Gesetz des Lebens.
Die Embleme, Symbole und Geburtendramen der Götter sind immer gleich. Gott Mithras wird am 24. Dezember um Mitternacht geboren, genau wie Jesus. Der Ort der Geburt Christi ist Belen (Bethlehem), der Name weist auf den babylonischen Bel und den keltischen Sonnengott Belenus hin. Dadurch wollte man die Realität eines Mannes zeigen, der den Sonnenchristus verkörpert hatte.
Die Göttinnen Isis, Juno, Demeter, Ceres, Vesta, Maya waren in der Mutter des Hierophanten Jesus personifiziert. Die Jüdin Maria war eine grosse Eingeweihte. Jeder Okkultist weiss das. Alle diese göttlichen Mütter stellen sehr wohl die Göttliche Mutter Kundalini dar, aus der immer das Universale Wort des Lebens geboren wird.
Alle heiligen Märtyrer, Jungfrauen, Engel, Cherubine, Seraphine, Erzengel, Kräfte, Tugenden, Throne sind die gleichen Halbgötter, Titanen, Göttinnen, Sylphiden, Zyklopen und Götterboten - jetzt aber mit neuen Namen. Die religiösen Grundlagen sind immer die gleichen. Die Formen können wechseln, aber die Prinzipien ändern sich nicht, denn es gibt nur eine einzige Religion - die Universale Religion.
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